Freitag, 22. Juni 2018

Ungarn erklärt Obdachlose zu Kriminellen

Mit großer Mehrheit ist in Ungarn eine Gesetzesänderung beschlossen worden, nach der Obdachlosigkeit landesweit unter Strafe gestellt wird. Menschenrechtsorganisationen reagieren empört. 160 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen. Ein eindeutiges Ergebnis. Am Mittwoch verabschiedete das ungarische Parlament mit den Stimmen der rechtksonservativen Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orbán und der rechtsradikalen Jobbik-Partei ein weitreichendes Gesetzespaket. Es dürfte die [...]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 22, 2018 at 12:27PM

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Traurig: Über eine Million Hartz IV Aufstocker

Arm trotz Arbeit. In Deutschland trifft das offiziell auf über eine Million Menschen zu. Inoffiziell liegt die Dunkelziffer bei weiteren zwei Millionen Arbeitnehmern, die Vollzeit malochen und Anspruch auf Hartz IV hätten, das Arbeitslosengeld II aber nicht in Anspruch nehmen. Der Grünen-Politiker Wolfgang Strengmann-Kuhn hat dafür nur ein Wort: „Es ist ein Armutszeugnis!“ Armutsrisiko bleibt konstant hoch Die Daten zu […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 22, 2018 at 11:41AM

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Donnerstag, 21. Juni 2018

Call me Cassandra

In der aktuellen Ausgabe des Strassenmagazins «Surprise» beschreibe ich in meiner Kolumne (siehe unten) wie sich der Baselbieter Landrat Peter Riebli bei seiner – erfolgreichen – Forderung nach radikalen Kürzungen in der Sozialhilfe auf eine realitätsferne SECO-Studie über «Arbeitsanreize» bezog. Ich prophezeite, dass Rieblis Forderung schweizweit für Inspiration sorgen würde.

Genau das geschieht nun. Eine Arbeitsgruppe der SVP will die Sozialhilfe radikal reformieren zerschlagen. Der Tagesanzeiger schrieb am 19.6.2018:

Vorbild ist Baselland, wo das Parlament im Frühling 2018 eine Motion von Landrat Riebli überwiesen hat. Riebli, der auch Gemeindepräsident von Buckten ist, will den Grundbedarf in der Sozialhilfe – der Teil, der für Ausgaben wie Essen, Kleider und Hygiene gedacht ist – um 30 Prozent senken. (…)

Er hofft, dass andere Kantone nachziehen, dass eine «Wellenbewegung» entsteht. Peter Riebli fühlt sich bestätigt von einer Studie, welche die Universität Luzern im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft erstellt und im Februar 2018 publiziert hat.

Man lese ganz genau:

Das Ziel der Gruppe ist es, die Leistungen der Sozialhilfe zu senken und den Gemeinden mehr Spielraum zu geben beim Auszahlen der Leistungen.

Und:

Unter 25-Jährige sollten keine Sozialhilfe mehr bekommen. Wenn sie gesund sind, können sie arbeiten. Über 55-Jährige hingegen, die unverschuldet arbeitslos geworden sind, dürfen von den Behörden nicht mehr schikaniert werden.

Da die SVP auch die Europäische Konvention für Menschenrechte (EMRK) kündigen will, geht es hier darum, ein Willkürsystem (genannt «Spielraum») zu installieren, so dass «selbstverschuldete» Arme (was auch immer das dann heisst) von den Behörden offenbar durchaus «schikaniert» werden können und sollen.

Einfach mal als kleiner Reminder: Die SVP verwendete bereits 2015 in ihrem Positionspapier «Missbrauch und ausufernde Sozialindustrie stoppen» mehrere Male das Wort «arbeitsscheu». Die Wortwahl ist bei der SVP nie Zufall, sondern stets sehr genau kalkuliert. Ein bisschen Provokation, ein bisschen Grenzüberschreitung und Stück für Stück verschiebt sich nicht nur die Grenze des Sag- sondern auch die des Machbaren:

Im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ im nationalsozialistischen Deutschen Reich wurden im April und im Juni 1938 bei zwei Verhaftungswellen mehr als 10.000 Männer als sogenannte Asoziale in Konzentrationslager verschleppt.

Nach Himmlers Plan vom 26. Januar 1938 sollte zunächst ein „einmaliger, umfassender und überraschender Zugriff“ auf die „Arbeitsscheuen“ erfolgen. Dies seien Männer im arbeitsfähigen Alter, die zweimal einen ihnen angebotenen Arbeitsplatz abgelehnt oder nach kurzer Zeit aufgegeben hätten. Mit der Durchführung dieser Aktion wurde die Gestapo beauftragt, die die nötigen Informationen im Zusammenwirken mit den Arbeitsämtern besorgte.

Quelle: Wikipedia

Dass der Umbau der Sozialhilfe einst mit der willfährigen Unterstützung von Ökonomen geschehen wird, die dem Ganzen die «wissenschaftliche» Rechtfertigung verleihen, habe ich bereits 2013 im Artikel «Diffamierung. Diskreditierung. Diskriminierung.» vorausgesagt:

Das ist dann der Punkt, wo Ökonomen – natürlich – sehr sachlich die «falschen Anreizen» hervorheben, die die Betroffenen vom Arbeiten abhalten. Und darum müsste man die betreffende Sozialleistung eben kürzen. Damit sich «Arbeit lohnt». Auch das kennen wir bereits von der IV.

Der Autor der oben erwähnten SECO-Studie über «Arbeitsanreize in der sozialen Sicherheit», Christoph Schaltegger, sagt im Tagi-Interview («Man soll junge Sozialhilfebezüger anders behandeln als alte») auf die Frage, ob es in störe, dass sich Politiker vom rechten Rand auf ihn berufen:

Es geht mir um die Sache. Ich kann die Leute, die sich auf meine Studien berufen, nicht einer Gewissensprüfung unterziehen und würde dies auch gar nicht wollen. Also: Nein, es stört mich nicht.

Here we go.

Es gibt in der Geschichte – und auch in der Gegenwart – unzählige Beispiele, wo die Installierung oder Aufrechterhaltung einer ungerechten und diskriminierenden Praxis gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen (z.B. Rassismus) mit angeblich «neutralen», weil ja «wissenschaftlichen» Thesen gerechtfertigt wurde. Das funktioniert offenbar nach wie vor hervorragend.

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Meine Surprise-Kolumne (geschrieben vor drei Wochen):

Theorie und Praxis

Kennen sie den schon? Kommen drei Ökonomen in eine Bar… Äh nein, falscher Text. Erstellen drei Ökonomen im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO) eine Studie über «Arbeitsanreize in der sozialen Sicherheit» und schreiben gleich zu Beginn:

Damit eine Beschäftigung zustande kommt, braucht es zusätzlich zu einem bestehenden Arbeitsangebot auch die dazu passende Arbeitsstelle sowie ein Matching von Arbeitsangebot und -nachfrage. In dieser Studie wird implizit davon ausgegangen, dass eine passende Nachfrage sowie ein funktionierendes Matching vorhanden sind.

Wenn dieses Theoriemodell der Wirklichkeit entspräche, bräuchte es eigentlich gar keine Sozialwerke, weil demnach auch für einen ungelernten 59-jährigen ehemaligen Fabrikarbeiter mit Alkoholproblem und Krebs im Endstadium eine Arbeitsstelle existiert, wo er seine Fähigkeiten einbringen und ein existenzsicherndes Einkommen erzielen kann. Unter der Prämisse, dass jedes Individuum seine Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt existenzsichernd verkaufen kann, deklinieren die Autoren dann auch 1001 Varianten der These «Sozialleistungen hemmen die Arbeitsaufnahme und müssen deshalb gesenkt werden» durch.

Auf diese Kernaussage der Studie berief sich kürzlich auch der SVP-Politiker Peter Riebli, der im Baselbieter Landrat eine Kürzung der Sozialhilfe um 30 Prozent forderte und damit nicht nur Erfolg hatte, sondern schweizweit für Aufsehen – und vermutlich auch Inspiration – sorgte. Höhere Unterstützungsbeiträge sollen künftig nur noch jene Personen erhalten, die sich genügend «integrationswillig» zeigen. Da neben dem Integrationswillen vor allem auch Integrationsfähigkeit vorhanden sein muss, dürfte die Abgrenzung zwischen «nicht wollen« und «nicht können» – beispielsweise bei Sozialhilfebezügerinnen mit psychischen Problemen – in der Praxis einige Probleme mit sich bringen. Und die Betroffenen einer höheren Willkür aussetzen.

Laut den Verfassern der SECO-Studie stellen gesundheitliche Einschränkungen allerdings sowieso kein Integrationshindernis dar. Sie berufen sich dabei wiederholt auf eine weitere Ökonomin: Die HSG-Professorin Monika Bütler hatte in einer 2007 vom liberalen Think Tank Avenir Suisse in Auftrag gegebenen Analyse zur Invalidenversicherung geschrieben, dass es sich finanziell zu sehr «lohne», krank oder behindert zu sein. Die einfachste Motivation, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, läge deshalb in der Senkung der staatlichen Transferleistungen.

Das Motto «gesünder und leistungsfähiger durch weniger Geld» fand das Parlament bereits anno 2010 eine gute Idee. Es beschloss im Rahmen der 6. IV-Revi­sion, bei IV-Bezü­ge­rinnen und -Bezügern mit unsicht­baren Erkran­kungen wie Schmerz­stö­rungen oder psychi­schen Krank­heiten die Renten­be­rech­ti­gung zu über­prüfen beziehungsweise zu streichen. Die 16’000 Betroffenen sollten wieder ins Erwerbs­leben integriert werden. Die meisten der über­prüften IV-Bezü­ge­rinnen und -Bezüger stellten sich dann aber als so stark einge­schränkt heraus­, dass statt der 16’000 nur einige hundert Versi­cherte (teil)eingegliedert werden konnten. Die restriktiveren Zugangsbedingungen zu einer IV-Rente haben ausserdem dazu geführt, dass mitt­ler­weile zwei Drittel der Lang­zeit­be­zie­henden in der Sozi­al­hilfe gesund­heit­liche Probleme haben, aber trotzdem als «zu gesund» für die IV gelten.

Dass ihre Theorien den Praxistest nicht bestehen, interessiert die Ökonomen allerdings nicht. Und die Politiker, die sich auf die unrealistischen Studien berufen, natürlich auch nicht.

. . . . . . . .

Das Publikationsorgan des SECO bebilderte den Artikel zur Studie über die «Arbeitsanreize in der sozialen Sicherheit» übrigens mit dem Symbolbild eines schlampig gekleideten Mannes, der vor dem Fernseher sitzt. Neben dem Text: die Portraitfotos der Autoren, adrett im Anzug, professionell in Szene gesetzt.

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Leseempfehlung: Im Beobachter wird eine Studie der ZHAW besprochen, die aufzeigt, dass bei der Sozialhilfe Kosten gespart werden können, wenn mehr Sozialarbeitende eingestellt werden: Durch die die bessere (und vor allem persönlichere) Betreuung finden nicht nur mehr Menschen zurück in die Arbeitswelt, es kann auch genauer abgeklärt werden, ob den Klienten noch andere Leistungen (Alimente, Stipendien ect.) zustehen, die die Sozialhilfe entlasten. Der Modellversuch hat ausserdem gezeigt, dass durch die verbesserte Kooperation mit den Klienten weniger Sanktionen ausgesprochen werden mussten, da der «Bschiss» mit Sozialhilfegeldern häufig auf Nichtwissen gründet und oft keine böse Absicht dahintersteht.

Ebenfalls lesenswert: Das zugehörige Interview mit der Politikwissenschaftlerin Michelle Beyeler: «Ein Schlüssel ist eben: genug Zeit für sorgfältige Fallanalysen, in die auch die Sichtweise der Betroffenen einbezogen wird.»



Weg mit der #behoerdenwillkuer und dem #ivdebakel

Quelle: via @ IVInfo, June 21, 2018 at 04:19PM

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Mittwoch, 20. Juni 2018

68,5 Millionen Menschen auf der Flucht

Während die Zahl der Flüchtlinge weltweit steigt, ist die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, erneut gesunken, meldet das UN-Flüchtlingshilfswerk. Türkei nimmt am meisten Geflüchtete auf. Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Das sind drei Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am [...]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 20, 2018 at 03:33PM

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Berliner Straßenmagazin stellt Verkauf vorerst ein

24 Jahre lang verkauften Berliner Obdachlose den „Strassenfeger“. Jetzt ist Schluss: Das Straßenmagazin wurde Anfang dieser Woche „temporär“ eingestellt. Besiegelt wurde auch das Ende des Obdachlosen-Treffs Kaffee Bankrott, wie der Vorstand mitteilt. Traurige Nachricht für Obdachlose in Berlin: Die Mitgliederversammlung des Trägervereins hat am Montag „aufgrund der wirtschaftlichen und personellen Situation“ die vorläufige Schließung der [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 20, 2018 at 03:03PM

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Fotofahndung nach Tritten gegen Obdachlosen

Nachdem ein schlafender Obdachloser im Januar am U-Bahnhof Burgstraße brutal zusammen getreten wurde, sucht die Polizei nun mit Fotos nach dem mutmaßlichen Täter. Auch nach einem Zeugen wird gefahndet. Die Polizei hat bei den Ermittlungen nach einem versuchten Tötungsdelikt auf einen Obdachlosen im Januar jetzt Fotos aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Darauf sollen der mutmaßliche Täter [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 20, 2018 at 12:16PM

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Dienstag, 19. Juni 2018

Tafeln fordern Rentenplus für Ehrenamtliche

Ohne ihr Engagement könnten die Tafeln in Deutschland dicht machen: Ehrenamtliche. Zum 25. Tafel-Jubiläum fordert der Dachverband Tafel, ihre Arbeit stärker zu würdigen, etwa durch Anrechnung bei der Rente. Mit einer neuen Kampagne will der Dachverband Tafel erreichen, dass ehrenamtliches Engagement belohnt wird. „Ehrenamtliche sind in zivilgesellschaftlichen Organisationen eine tragende Säule der Gesellschaft“, so Tafel-Geschäftsführer Jochen [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 19, 2018 at 02:56PM

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Hartz IV Schaden größer als Nutzen!

Über Sinn und Unsinn von Hartz IV lässt sich trefflich streiten. Entscheidend dabei bleibt, welchen Effekt das Paket auf Betroffene und den Arbeitsmarkt hat. Bislang wurde Hartz IV als Teil der Agenda 2010 immer wieder über den Klee gelobt. Es soll maßgeblich dazu beigetragen haben, die Arbeitslosenzahl zu senken. Jetzt behauptet ein Wissenschaftler, dass Hartz IV die Situation eher verschlechtert […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 19, 2018 at 11:51AM

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Montag, 18. Juni 2018

Wohnungsverband will gegen Mietwucher vorgehen

Nach dem Scheitern der Mietpreisbremse fordert der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen ein härteres Vorgehen gegen Mietwucher. Dafür solle sich der Senat im Bundesrat für eine Gesetzesreform stark machen. Die Stadtentwicklungsbehörde will bis spätestens Anfang Juli eine neue Verordnung für die Mietpreisbremse in Hamburg erlassen. Vergangene Woche hatte das Hamburger Landgericht die vor drei Jahren erlassene Verordnung [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 18, 2018 at 04:53PM

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Freitag, 15. Juni 2018

Kaffee und Herzlichkeit

Kaffeetrinken und dabei Hinz&Kunzt unterstützen? Das geht mit den Espresso-Bohnen vom Coffee Shop „Söhne Hamburgs“ am Jungfernstieg. Söhne Hamburgs? Ja, so heißt nicht nur eine Band, sondern auch der Coffee Shop von Ramin und Feroz Attai. Seit sechs Jahren liefern die beiden Brüder zum guten Kaffee immer auch eine Portion Herzlichkeit und gute Laune. Neu [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 15, 2018 at 01:33PM

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Urteil: Kein Hartz IV Anspruch für Kinder von Flüchtlingen

Die Bundesrepublik ist laut EU-Recht zwar verpflichtet, Kindern anerkannter Flüchtlinge soziale Leistungen zu zahlen. Dabei muss es sich jedoch nicht um Hartz IV handeln. Mit dieser Aussage beendete das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel einen Streit zwischen dem Jobcenter und einer jungen Irakerin, die auf den Bezug von Hartz IV pochte und mit dieser Forderung jetzt in höchster Instanz scheiterte. Leistungen […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 15, 2018 at 10:16AM

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Donnerstag, 14. Juni 2018

Mietpreisbremse war in Hamburg unwirksam

Das Landgericht hat die Forderung eines Mieters nach Rückerstattung seiner hohen Miete abgewiesen. Er konnte sich nicht auf die Mietpreisbremse berufen, weil der Senat Fehler bei der Einführung gemacht hatte. Für die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde ist es eine herbe Niederlage: Das Landgericht hat die Mietpreisbremse für einen Mietvertrag vom 1. September 2015 für unwirksam erklärt. Zwar [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 14, 2018 at 11:05AM

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Mittwoch, 13. Juni 2018

Doch keine Hilfe für Obdachlose

Mit einer Zusatzsteuer für Großkonzerne wollte die US-amerikanische Stadt Seattle gegen Obdachlosigkeit vorgehen. Jetzt hat der Stadtrat seine Entscheidung offenbar auf Druck von Amazon wieder revidiert. Es war eine ungewöhnliche Meldung, die Mitte Mai in den sozialen Netzwerken die Runde machte: „Amazon soll für Obdachlose zahlen“. In Seattle, der größten Stadt im Nordwesten der Vereinigten [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 13, 2018 at 05:33PM

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Hartz IV Forderung: Schluss mit absurden Sanktionen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat jetzt klare Forderungen formuliert, wie Hartz IV im Sinne der Betroffenen verbessert werden kann. Eine der Kernaussagen basiert auf der aktuellen Debatte rund um Kürzungen und Kontrollen. Statt weiter an einem absurden Sanktionsapparat zu arbeiten, sollten die Jobcenter sich mehr auf die Qualifizierung und die Vermittlung Arbeitsloser konzentrieren, sagt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider. Kürzungen wegen verschusselter Termine […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 13, 2018 at 11:46AM

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Dienstag, 12. Juni 2018

Mietpreisbremse unwirksam?

Am Donnerstag erklärt das Landgericht die Mietpreisbremse in Hamburg voraussichtlich für unwirksam. „Alles andere wäre eine Überraschung“, sagt Siegmund Chychla vom Mieterverein zu Hamburg. Er fordert, dass die Behörde zum Schutz der Mieter eine neue Verordnung erlassen muss. Siegmund Chychla ist stinksauer. Die Behörde habe beim Erlass der Verordnung handwerkliche Fehler gemacht, sagt der Chef [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 12, 2018 at 05:22PM

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Montag, 11. Juni 2018

Dauerskandal: Hartz IV Bedürftigen wurden 50 Milliarden Euro Kindergeld weggerechnet

Hartz IV Empfänger haben herzlich wenig vom Kindergeld. Es wird kurzerhand auf die Grundsicherung angerechnet. Im vergangenen Jahr wurden die Hartz IV Leistungen auf diese Weise um knapp 4,9 Milliarden Euro gemindert. Von 2007 bis 2017 summierten sich 49,5 Milliarden Euro. „Ein Dauerskandal“, sagt die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann.  Kindergeld wird angerechnet 194 Euro beträgt das Kindergeld für das […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 11, 2018 at 10:29AM

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Sonntag, 10. Juni 2018

Jobcenter muss bei Hartz IV Bezug nicht für Hochzeit aufkommen

Eine (Traum)Hochzeit ist meist mit hohen Kosten verbunden, denn Brautkleid und Anzug des Bräutigams, Eheringe und eine entsprechende Location strapazieren den eigenen Geldbeutel massiv. Was Paare mit Erwerbseinkommen schon finanziell an die Grenzen bringt, macht es für Bezieher von Hartz IV Leistungen noch schwieriger. So wandte sich ein junges Pärchen mit zwei Kindern aus Mainz an das zuständige Jobcenter und […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 10, 2018 at 05:18PM

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Freitag, 8. Juni 2018

Kolumne: Die Arbeitsagentur und ich.

Kolumne Was macht eine ehemalige Jobcenter-Arbeitsvermittlerin, wenn sie sich selbst bei der Arbeitsagentur vor Ort meldet? Zunächst mental, physisch und innerlich sich darauf vorbereiten: Doppel-Kaffee schlürfen und Morgen-Twitter-Runde einläuten, nebst einem Nutellabrot. Aber fange ich von vorne an. Irgendwann kommt... Weiterlesen ›

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Quelle: via @Altonabloggt, June 08, 2018 at 02:24PM

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Hartz IV Empfänger wehrt sich erfolgreich gegen Mietwucher

Dass die Mieten bundesweit stetig steigen und für viele Familien zur echten Belastungsprobe werden, ist der Politik durchaus bekannt. Sie setzt dieser Entwicklung nur leider kein wirksames Stoppzeichen entgegen. Ein Hartz IV Empfänger aus Bielefeld, Michael G., ist daher selbst aktiv geworden und hat sich erfolgreich gegen eine ungerechtfertigte Mieterhöhung zur Wehr gesetzt.  Forderung: 160 Euro mehr Miete Der Mann […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 08, 2018 at 10:47AM

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Donnerstag, 7. Juni 2018

Sozialwohnungen sollen an Besserverdienende vergeben werden

Bei der Vergabe von Sozialwohnungen in den Flüchtlingssiedlungen „Perspektive Wohnen“ will die Stadtentwicklungsbehörde bestimmte Gruppen bevorzugen. „In Einzelfällen“ könnten davon sogar Besserverdienende profitieren. Heike Sudmann ist irritiert. „Wie durchgeknallt ist das denn?“, fragt die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft. Dass Mitarbeiter des Hamburger Zolls bei der Vergabe von bestimmten Sozialwohnungen bevorzugt werden [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 07, 2018 at 05:51PM

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Dienstag, 5. Juni 2018

Obdach-, aber nicht hoffnungslos

Lukas (31) verkauft Hinz&Kunzt vor REWE City in der Altonaer Straße. Der Grafikdesigner verlor vor fünf Jahren seine Wohnung. Aber die Hoffnung gibt er nicht auf. Es war nicht so gedacht, dass Bedürftige in unserer KunztKüche für das Essen zahlen. Küchenchef Lutz Bornhöft war also baff, als ein 10-Euro-Schein auf dem Tisch lag, an dem [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 05, 2018 at 10:51AM

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Forderung: Weg mit Hartz IV

Der linke Flügel der Sozialdemokraten hat am Montag eine klare Botschaft formuliert: „Weg mit Hartz IV.“ Diese Forderung nach Reformen deckt sich mit den Wünschen vieler Sozialverbände, die sich anlässlich einer Anhörung im Bundestag zu Hartz IV und Teilhabe äußerten. Sie sprechen sich einhellig dafür aus, die Hartz IV Sanktionen endlich ad acta zu legen. Kaltherzige Sanktionen „Kaltherzig, wirkungslos, verfassungswidrig“, […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 05, 2018 at 10:31AM

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Montag, 4. Juni 2018

Eine Million Ausländer beziehen Hartz IV

Jeder dritte Hartz IV Empfänger ist Ausländer. In Zahlen: 1,05 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln erhalten Leistungen vom Jobcenter. Diese Zahl nannte jetzt das Bundesarbeitsministerium auf Anfrage der AfD-Fraktion. Besonders kritisch wird dabei gesehen, dass der Großteil der Leistungsempfänger keinerlei Berufsausbildung nachweisen kann – insbesondere mit Blick auf die Pläne für staatlich finanzierte Arbeitsplätze. Viele Leistungsempfänger haben keine Ausbildung Von […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 04, 2018 at 10:11AM

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Freitag, 1. Juni 2018

Bewährungsstrafe nach Angriff auf Obdachlosen

Weil er einen Obdachlosen mit einer Glasscherbe gefährlich am Hals verletzte, verurteilt das Amtsgericht einen 27-Jährigen zu 1 Jahr und 3 Monaten auf Bewährung. Für den Obdachlosen Sven kam der Angriff wie aus dem Nichts: Er hatte am Abend vorher getrunken, um fester auf seiner Platte im S-Bahnhof Ohlsdorf schlafen zu können. Um 6.20 Uhr [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, June 01, 2018 at 05:59PM

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Hartz IV wurde 34.000 Mal komplett gestrichen

Wer nicht hören will, muss fühlen. Dieses Prinzip greift auch bei Hartz IV. Leistungsempfänger, die den Weisungen der Jobcenter nicht Folge leisten, werden bestraft. Im Amtsdeutsch spricht man von Sanktionen. Betroffen davon waren im vergangenen Jahr Hunderttausende. Ihnen wurden die Leistungen gekürzt oder ganz gestrichen. Die genauen Zahlen brachte eine Anfrage der Grünen ans Licht. Klima der Angst Glimpflich davon […]

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Quelle: via @HartzIV.org, June 01, 2018 at 10:36AM

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Donnerstag, 31. Mai 2018

Die Abzocker vom Reetwerder

Wegen Gefahr für Leib und Leben wurde ein Mehrfamilienhaus in Bergedorf evakuiert. Die Mieter sind verzweifelt. Und die Vermieter sind bei der Staatsanwaltschaft keine Unbekannten. Jetzt haben die Bewohner vom Reetwerder 3 auch noch ihre Wohnung verloren. Zumindest vorübergehend. Am 16. Mai wurde das Mehrfamilienhaus in Bergedorf evakuiert. Grund: Nach einem Schwelbrand erklärte die Feuerwehr [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 31, 2018 at 05:41PM

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Jobcenter stellt unzulässig Mietzahlungen ein – Hartz IV Empfängerin drohte Zwangsräumung

Wegen eines Fehlers des Jobcenters Bremens drohte einer Hartz IV Empfängerin die Zwangsräumung ihrer Wohnung. Denn das Jobcenter hat die Zahlungen an den Vermieter einfach eingestellt – und das, obwohl das Sozialgericht bereits entschieden hat, dass die Miete vom Jobcenter getragen werden muss. Jobcenter verweigerte Zahlung der Miete schon vor drei Jahren Die aus Polen stammende Leistungsempfängerin lebt bereits seit […]

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Quelle: via @HartzIV.org, May 31, 2018 at 12:14PM

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Mittwoch, 30. Mai 2018

Hartz IV Regelsatz Übersicht 2018

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Sätzen für Arbeitslosengeld II (Hartz IV) sowie Sozialgeld. Leider werfen die Hartz IV Regelsätze und Freibeträge immer wieder Missverständnisse in Bezug auf die tatsächlich ausgezahlten Leistungen auf. Diese Infografik soll ein wenig Licht ins Dunkeln bringen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass auf die genannten Regelsätze zusätzliche Leistungen wie beispielsweise Kindergeld, Unterhalt, Unterhaltsvorschuss […]

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Quelle: via @HartzIV.org, May 30, 2018 at 01:54PM

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Sozialminister will Fünf-Jahres-Job statt Hartz IV für Langzeitarbeitslose

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil macht Nägel mit Köpfen und gibt dem sozialen Arbeitsmarkt ein Gesicht. In den Fokus rückt er Langzeitarbeitslose, die seit mindestens sechs Jahren Hartz IV beziehen. Für sie sollen staatlich geförderte Fünf-Jahres-Jobs geschaffen werden, und das ganz ohne bürokratische Hemmnisse. 100 Prozent Lohn vom Staat Ziel der Maßnahme ist, Menschen aus der Arbeitslosigkeit an sozialversicherungspflichtige Jobs heranzuführen. Dazu […]

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Quelle: via @HartzIV.org, May 30, 2018 at 09:43AM

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Dienstag, 29. Mai 2018

Immer mehr Obdachlose werden Opfer von Gewalttaten

Brandanschläge, Körperverletzungen, Vergewaltigungen: Gewalt gegen Obdachlose ist an der Tagesordnung. Jahr für Jahr werden es mehr Übergriffe, zeigt eine Statistik des BKA, über die Hinz&Kunzt in der Juni-Ausgabe berichtet. In Hamburg sind im vergangenen Jahr 64 Gewalttaten gegen Obdachlose von den Behörden registriert worden. Das geht aus Zahlen des Bundeskriminalamts hervor, über die das Straßenmagazin [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 29, 2018 at 02:03PM

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Mauer gegen Mietenwahnsinn

Trotz Mietpreisbremse steigen die Mieten in Hamburg immer weiter. Mit einer Aktion in der Schanze machen Aktivisten auf die Gründe dafür aufmerksam – und rufen am Samstag zu einer Demonstration auf. Weil das Gesetz versagt, nehmen sie die Sache jetzt selbst in die Hand: Mietrechts-Aktivisten in Bauarbeiter-Montur errichten eine „Mietenblockade“ aus goldenen Pappkartons vor dem [...]

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 29, 2018 at 10:44AM

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Urteil: „Selbst verschuldete“ Armut verringert Hartz IV Anspruch

Trotz eines eher geringen Einkommens hohe Unterhaltsleistungen zu vereinbaren und dann auf die Hilfe vom Staat bzw. Hartz IV zu hoffen, funktioniert nicht. Das bestätigt jetzt ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen. In einem solchen Fall sind die Betroffenen laut Richterspruch selbst schuld und dürfen die Existenzprobleme nicht auf die Allgemeinheit abwälzen. Verringerter Hartz IV Anspruch trotz Unterhaltstitel Klage eingereicht hatte […]

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Quelle: via @HartzIV.org, May 29, 2018 at 10:17AM

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Montag, 28. Mai 2018

Die Juni-Ausgabe kommt!

Die neue Hinz&Kunzt für den Monat Juni erscheint am Mittwoch, den 30. Mai. Der Verkauf startet um 10 Uhr. Info für alle Verkäufer: Wir sammeln die Ausweise am Mittwoch ab 8 Uhr ein. Und dieses Mal kocht Hinz&Künztler Gabor ungarisches Gulasch für euch. Bis dahin!  

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Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 28, 2018 at 11:20AM

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Hartz IV: Jobcenter machen immer noch zu viele Fehler

Angesichts von 5,6 Millionen Hartz IV Bescheiden in Nordrhein-Westfalen stellen 136.211 Widersprüche und 22.114 Klagen eine eher geringe Einspruchsquote dar. Allerdings hat fast jeder dritte Betroffene Erfolg mit seinem Widerspruch bzw. seiner Klage. Das ist dann doch zu viel, finden die Jobcenter. Sie wollen jetzt mit Schulungen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter weniger Fehler machen. Konstant hohe Fehlerquote „Jede einzelne […]

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Quelle: via @HartzIV.org, May 28, 2018 at 10:20AM

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Freitag, 25. Mai 2018

Hartz IV fördert Bildung von Ghettos

Wer Hartz IV oder ein sehr niedriges Einkommen bezieht, steht nicht nur am Rande der Gesellschaft, er lebt auch dort. Eine Studie des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung belegt, dass die „soziale Entmischung“ in vielen deutschen Städten rasant voranschreitet. Diese Spaltung der Gesellschaft führt vermehrt zur Ghettobildung, insbesondere im Osten des Landes.

Soziale Entmischung

Die Forscher haben für ihre Studie die Entwicklung von 74 Städten in der Zeit von 2005 bis 2014 ausgewertet. Das Ergebnis ist erschreckend und weist in eine eher düstere Zukunft. Schon jetzt nimmt die Ballung von Menschen, die auf Hartz IV oder andere Sozialleistungen angewiesen sind, spürbar zu. Das gilt für 80 Prozent der untersuchten Kommunen, wobei der Trend in Ostdeutschland deutlich spürbarer ist als in westdeutschen Gemeinden.

Besonders stark von der sozialen Ungleichheit beim Wohnen betroffen sind Rostock, Schwerin, Potsdam, Erfurt, Halle und Weimar. Im Westen zeigt sich die Ghettobildung vor allem in Kiel, Saarbrücken und Köln. Mitautor Marcel Helbig zieht dazu einen Vergleich: „Dieses Niveau kennen wir bisher nur von amerikanischen Städten.“

Städtebau fördert Ghettobildung

Von den 74 Kommunen, die man näher unter die Lupe genommen hat, weisen 36 inzwischen Quartiere auf, in denen die Quote von Hartz IV Kindern bei über 50 Prozent liegt. Autorin Stefanie Jähnen warnt vor den Folgen: „Diese Entwicklung kann sich negativ auf die Lebenschancen armer Kinder ausweiten.“ Generell gilt: Wer in einem dieser Armenghettos lebt, resigniert schneller und entwickelt überhaupt keinen Aufstiegswillen mehr. Auf der anderen Seite lässt sich in reichen Regionen das Problem Armut ganz leicht ausblenden – man sieht es schließlich nicht.

Die Forscher führen die soziale Spaltung vor allem auf den Städtebau zurück. Kommunen, die nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend neu aufgebaut werden mussten, zeigen noch keine gravierende soziale Spaltung. Anders sieht es aus, wo zu DDR-Zeiten Plattenbauten entstanden. Dort befinden sich heute meist Brennpunkt-Viertel, die eine politische Polarisierung begünstigen. Übrigens: Sozialwohnungen verschärfen das Problem eher. Sie werden meist dort gebaut, wo ohnehin schon Arme leben.

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, May 25, 2018 at 10:52AM

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Scheele fordert flexiblere Beratungen in den Jobcentern

In einem Interview mit „Welt am Sonntag“ sprach sich Detlef Scheele (SPD), Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, für eine flexiblere Beratung innerhalb der Jobcenter aus. Scheele: „Bisher galt die strenge Regel, dass Vermittlung in Arbeit in jedem Fall Vorrang vor... Weiterlesen ›

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Altonabloggt, May 25, 2018 at 07:23AM

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Scheele fordert flexiblere Beratungen in den Jobcentern

altonabloggt

Foto: privat

In einem Interview mit „Welt am Sonntag“ sprach sich Detlef Scheele (SPD), Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, für eine flexiblere Beratung innerhalb der Jobcenter aus. Scheele:

„Bisher galt die strenge Regel, dass Vermittlung in Arbeit in jedem Fall Vorrang vor Qualifizierung hat. Das bedeutet, dass die Jobcenter-Mitarbeiter den Betroffenen bisher in einen Job vermitteln mussten, auch wenn es vielleicht sinnvoller gewesen wäre, ihm einen Schulabschluss oder eine Ausbildung zu ermöglichen.“

So weit, so gut – dazu später mehr.

Weiter führt er aus:

„So sah es das Gesetz vor. Künftig können die Vermittlerinnen und Vermittler entscheiden, ob es nicht sinnvoller ist, die Betroffenen tatsächlich in eine Bildungsmaßnahme zu schicken, in der sie einen Berufsabschluss machen, anstatt ihn um jeden Preis sofort in Arbeit zu bringen. Das wird die langfristigen Berufschancen vieler Grundsicherungsempfänger verbessern, gerade bei den Un- und Angelernten.“

In den nächsten Tagen werden die Jobcenter eine entsprechende neue…

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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, May 25, 2018 at 08:05AM

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Donnerstag, 24. Mai 2018

«Die Debatte über Missbrauch ist älter als die Sozialversicherungen selbst.»

Philipp Sarasin hat mir für «Geschichte der Gegenwart» ein paar Fragen gestellt. Im Gespräch geht es um das neue Observationsgesetz, wie mit der Empörung über Missbrauch Politik gemacht wird und um die weit zurückreichende Vorgeschichte. Ein Auszug:

Die Debatte über Miss­brauch ist effektiv älter als die Inva­li­den­ver­si­che­rung selbst. Bereits vor der Einfüh­rung der IV 1960 wurde befürchtet, dass eine Versi­che­rung gegen Inva­li­dität falsche Anreize setze, weil Menschen mit einer Behin­de­rung sich nicht mehr genü­gend bemühen würden, sich ins Arbeits­leben einzu­glie­dern. Solche Über­le­gungen waren mit ein Grund, warum die Vorlage für die Inva­li­den­ver­si­che­rung erst mehr als ein Jahr­zehnt nach der AHV umge­setzt wurde. Diskus­sionen um miss­bräuch­li­chen Leis­tungs­bezug wurden seither immer wieder geführt. Einmal stand die Verwal­tung im Fokus, ein andermal die Ärzte und oft natür­lich die Betrof­fenen selbst. Bereits in den 70er Jahren wurde verun­fallten Auslän­dern unter­stellt, sie würden nach Zuspre­chung einer Suva- oder IV-Rente lieber in ihre Heimat zurück­kehren, statt im fremden Land eine ange­passte Tätig­keit aufzu­nehmen.*

Die SVP fasste schliess­lich ab 2003 die voran­ge­gan­genen Debatten zusammen und atta­ckierte (fast) alle invol­vierten Akteure mit bisher unbe­kannter Schärfe. Der Schwer­punkt lag zudem auf so genannt «unklaren» Erkran­kungen, da die Zahl der Renten aus psychi­schen Gründen in den 90er Jahren markant zuge­nommen hatte. Die Trenn­linie zwischen unsicht­baren Erkran­kungen und miss­bräuch­li­chem Leis­tungs­bezug wurde in der Debatte bewusst flie­send gehalten. Dahinter steckte das Kalkül, bestimmte Krank­heits­gruppen von Versi­che­rungs­leis­tungen ausschliessen zu können.

Das ganze Interview: «Die Debatte über Missbrauch ist älter als die Sozialversicherungen selbst.»

. . . . .

*Dazu weiterführend: Alan Canoncia: Missbrauch und Reform: Dimensionen und Funktionen der Missbrauchsdebatten in der schweizerischen Invalidenversicherung aus historischer Perspektive. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziale Arbeit, Heft 12 (2013), S. 24-37.



Weg mit der #behoerdenwillkuer und dem #ivdebakel

Quelle: via @ IVInfo, May 24, 2018 at 02:47PM

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Mieter stärker armutsgefährdet

Wer mietet, ist laut einer neuen Studie weitaus häufiger von Armut bedroht als Eigentümer. Die Studienautoren appellieren an die Politik, mehr Sozialwohnungen zu bauen. Denn deren Zahl sinkt seit Jahren kontinuierlich. Wer zur Miete wohnt, ist stärker armutsgefährdet als jemand, der im Eigentum lebt. Mieter haben eine so genannte Armutsrisikoquote von 29 Prozent. Zum Vergleich: [...]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 24, 2018 at 11:00AM

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Jobcenter will Hartz IV Empfänger ins Fitnessstudio schicken

Das Jobcenter Herford macht Hartz-IV-Empfänger im wahrsten Sinne des Wortes fit für den Arbeitsmarkt. Statt zu Computer- und Bewerbungskursen werden Langzeitarbeitslose ins Fitnessstudio geschickt – auf freiwilliger Basis. Ziel ist nicht nur die körperliche Ertüchtigung. Mit dem Training sollen in erster Linie die Motivation und das Selbstbewusstsein gestärkt sowie Stress gemindert werden. Das Feedback zur Maßnahme ist durchweg positiv. Fit […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, May 24, 2018 at 10:57AM

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Mittwoch, 23. Mai 2018

Agenda 2010: „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen“?

–> aber, wer arbeitet, soll verhungern, und wird enteignet?

 

„Achtung! Sie verlassen jetzt den Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland“ -> Jobcenter

 

aktuell zum thema

 Nach Streit mit Jobcenter: Herr Engel verliert sein Haus … – YouTube

video -> Existenzbedrohung statt Hartz IV | FAKT | Das Erste

 

 

frei nach brecht -> Und wer von uns verhungert ist, der fiel in einer Schlacht. Und wer von uns gestorben ist, der wurde umgebracht..

 



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, May 23, 2018 at 12:41PM

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„Ich muss keine Angst mehr haben“

Elf Jahre lang lebte Dominik Bloh in Hamburg auf der Straße. Sein Buch über diese Zeit wurde zum  Bestseller. Am 31. Mai liest er aus „Palmen aus Stahl“ für Hinz&Kunzt. Wir haben den 29-Jährigen vorab getroffen. Es war der denkwürdige Sommer 2015: Hunderte von Flüchtlingen kamen täglich in der Stadt an, und Hunderte von Hamburgern [...]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 23, 2018 at 11:28AM

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Hartz IV reicht nicht zum Leben – Das beweisen 14.000 Darlehen

Wer glaubt, mit Hartz IV problemlos über die Runden zu kommen, der irrt. Das beweisen knapp 14.000 Darlehen, die Monat für Monat an Hartz IV Empfänger vergeben werden. Benötigt wird das Geld nicht für den nächsten Urlaub oder einen größeren Flatscreen, sondern für Dinge des täglichen Lebens – wie eine neue Waschmaschine oder aber Kleidung für die Kinder. Aus Sicht […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, May 23, 2018 at 11:07AM

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Dienstag, 22. Mai 2018

Von der Zuschauerbank auf die Bühne

Früher war er Bankkaufmann, seitdem er Rentner ist, spielt Peter Friedrich jedes Jahr bei Benefiz-Konzerten für Hinz&Kunzt – und da hört seine Hilfe noch nicht auf. An Peter Friedrichs Hemdtasche baumelt ein ganz besonderer Hinz&Kunzt-Verkäuferausweis, extra für ihn angefertigt: Der Ehren-Verkäuferausweis ist ein Unikat. Den hat er sich auch verdient. Bei den jährlichen Benefiz-Konzerten, die [...]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 22, 2018 at 03:14PM

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Hartz IV Sanktionen sollen entschärft werden

953.000 Mal wurden im vorigen Jahr Hartz IV Sanktionen ausgesprochen. Dabei fallen die Strafen für jüngere Leistungsempfänger in der Regel deutlich strenger aus. Sie dürfen sich keine Fehler erlauben, sonst stehen sie schlimmstenfalls auf der Straße. Das darf nicht sein, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Er will die aktuellen Hartz IV Regeln auf den Prüfstand stellen, den Strafenkatalog entschärfen und mehr […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, May 22, 2018 at 10:12AM

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Freitag, 18. Mai 2018

Deutschlands Straßenkinder

„Streetworker warnen vor einem massiven Anstieg der Jugendobdachlosigkeit in Deutschland in den kommenden drei Jahren. Besonders Heimkinder seinen betroffen.“

 

von Susan Bonath

Die wachsenden sozialen Verwerfungen treffen die Schwächsten zuerst. Immer mehr Minderjährige und junge Erwachsene fallen durchs deutsche Sozialnetz buchstäblich auf die Straße. Oft sind sie nicht krankenversichert, leben ausschließlich vom Betteln, manchmal von Prostitution. Sozialarbeiter warnen nun vor einem drastischen Anstieg der Jugendobdachlosigkeit in den kommenden drei Jahren. Bis 2021 dürfte die Zahl Betroffener von aktuell rund 40.000 auf 100.000 steigen, prognostiziert die Stiftung Off Road Kids. Betroffen seien vor allem Heimkinder. In Berlin scheint das niemanden zu interessieren. Den Vorwurf, der Staat lasse Straßenkinder im Stich, wies das Bundesfamilienministerium gegenüber der Autorin zurück.

„Nahezu 100 Prozent der Heimkinder stürzen ab“

Stiftungsvorstand Markus Seidel spricht von „regelrechten Wellen an Straßenjugendlichen“, welche vor allem die Großstädte bereits ab diesem Jahr zu erwarten hätten. Viele der bereits heute Betroffenen hätten eine Heimkarriere hinter sich. Das habe zwei Ursachen, sagte Seidel im Gespräch mit der Autorin. Erstens nähmen die Jugendämter sie viel zu früh, oft schon mit 16 Jahren, aus den Einrichtungen, um sie zu verselbständigen. „Das ist ein einziger Irrsinn“, so Seidel, „denn die Mädchen und Jungen sind noch gar nicht in der Lage, ihr Leben mit Wohnung, Ausbildung, Behörden und Bürokratie zu managen.“

Das liege vor allem an einer „völlig unterfinanzierten und überlasteten Jugendhilfe“. Diese ist Sache der Bundesländer. Die haben die Aufgabe auf die Kommunen abgewälzt. Und die sind meist knapp bei Kasse. Es gebe zu wenige gut ausgebildete Sozialarbeiter, es mangele an der Ausstattung und Konzepten. Seidel schlussfolgert:

„Das sind so viele Betroffene, und die sind oft in einem schlimmen gesundheitlichen Zustand. Die Regierung weiß das, aber sie gibt sich seit Jahren völlig ahnungslos. Die haben da überhaupt keinen Zugang, kein Bewusstsein, keinen Plan. Das Ministerium kann man einfach knicken.“

Zuletzt habe Richert vor drei Monaten mit der Abteilung Jugendhilfe im Ministerium zu verhandeln versucht. Er habe die Verantwortlichen dabei auch vor der massiven Verschlimmerung der Lage gewarnt. „Aber sie schieben es immer wieder auf die Kommunen“, kritisierte er und erläuterte: Insgesamt seien wohl mindestens 6.000 Einraumwohnungen in der Hauptstadt nötig, um die Jugendlichen unterzubringen.

Ergänzend dazu bräuchte es Projekte, wie etwa ein Modell „Wohnen und Freizeit“. Doch seine Vorschläge seien verhallt. Möglicherweise, weil viele obdachlose Jungen und Mädchen gar nicht auffallen, wie Richert erklärt. „Sie kommen hier und da bei Bekannten unter, betreiben also eine Art Couch-Hopping.“

Darum habe Richert sich entschlossen, aus Vereinsmitteln selbst Wohnungen zu errichten. Bisher sei dies an der Finanzierung gescheitert. „Wir bräuchten eine Anschubförderung, mindestens eine Bürgschaft vom Staat“, so Richert. Doch nicht einmal dazu sei die Bundesregierung bereit. Aktuell verhandele er daher selbst mit einem privaten Investor um möglichst lange Rückzahlungsfristen.

ganzen beitrag lesen

https://deutsch.rt.com/inland/69932-neues-aus-unterklassen-deutschlands-strassenkinder/

 

nachgeschoben -> Morgen Kinder wirds nichts geben..

eine gesellschaft erkennt man am umgang mit seinen schwächsten..



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, May 18, 2018 at 03:55PM

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Auch die Bahn experimentiert mit Pfandregalen

Die Bahn hat ihren rigiden Umgang mit Flaschensammlern überdacht und testweise an Bahnhöfen Pfandregale aufgehangen – leider mit schlechtem Ergebnis. Ein anderes Projekt im Bezirk Altona ist offenbar versandet. Eigentlich sind Pfandsammler auf den Bahnhöfen der Deutschen Bahn nicht gern gesehen: Das „Durchwühlen von Abfallbehältern“ ist durch die Hausordnung untersagt, bei Verstößen drohen Hausverbote und sogar […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, May 18, 2018 at 02:25PM

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