Samstag, 6. Februar 2016

Kriegs Impressionen: Verwüstung in Homs

RT-Exklusiv-Aufnahmen aus Syrien: Drohne dokumentiert totale Verwüstung in Homs  

RT-Korrespondent Murad Gazdiev und seine Crew haben es geschafft erschütternde Luftaufnahmen der Stadt Homs in Syrien aufzunehmen. Homs ist eine Stadt Syriens, in der mitunter am schwersten gekämpft wurde. Das Video zeigt die Stadt, die einst Syriens drittgrößte und ein wichtiger Industriestandort war, in völliger Zerstörung.

quelle RT Deutsch

Mehr https://deutsch.rt.com/

aktuell https://deutsch.rt.com/search/?q=syrien

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epilog – heute syrien und morgen kommt der krieg zu uns?!

Jede Kanone, die gebaut wird,
jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird,
jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen,
die hungern und nichts zu essen bekommen,
denen, die frieren und keine Kleidung haben.
Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein.
Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter,
den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.
Dwight D. Eisenhower

 

wer wegschaut – macht mit!

 


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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, February 06, 2016 at 09:53AM

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Ich stehe auf der Seite des “Bösen” –

Ich stehe auf der Seite Russlands.
Der junge Philosoph und Marxist Diego Fusaro erklärt in einer italienischen Fernsehshow warum er sich als junger Padawan der dunklen Seite der Macht verbunden fühlt, die man in unseren Leitmedien und staatlichen Bildungsinstitutionen ja nur zu gerne mit dem Sith Lord Putin in Verbindung bringt.

vorhang auf!

Facebook video Gruppe42

mehr http://gruppe42.com/


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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, February 06, 2016 at 08:29AM

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Freitag, 5. Februar 2016

Sozialer Sprengstoff

Zur Umverteilung von unten nach oben.




Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Agenda 2010 Leaks, Youtube Monitor (ARD) vom 04.02.2016

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Bundeswehr kauft Kita-Plätze

Die LINKE hat eine kleine Anfrage an die Bundesegierung gestellt.

Tatsächlich kauft der Bund für die Bundeswehr Kindergartenplätze an Bundeswehrstandorten. Diese Plätze fehlen dann für die "Normalbevölkerung".

 

hier die Information: 

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Vereinbarkeit von Familie und Dienst in der Bundeswehr zu einer ihrer Kernaufgaben ernannt. Kitaplätze zur Betreuung von Kindern von Bundeswehrangehörigen spielen hierbei eine zentrale Rolle, wovon bundesweit noch immer 185.000 fehlen. Um Bundeswehrangehörigen dennoch einen Zugang zu Kitaplätzen zu gewähren prüft das Verteidigungsministerium an den Bundeswehrstandorten systematisch den Erwerb von Belegrechten, also den Kauf von Kitaplätzen. Dabei handelt es sich um vorhandene Kitaplätze, die damit anderen Familien nicht mehr zur Verfügung stehen.

Im Januar  2016 verfügte die Bundeswehr bereits über knapp 400 Kitaplätze. Für einen Platz zahlt die Bundewehr dabei Summen bis zu 1165,82 Euro pro Monat. Das ist für Kommunen und Träger ein attraktives Angebot, die Plätze für Bundeswehrangehörige vorzuhalten und nicht an andere Familien zu vergeben. 41 Prozent der Plätze sind in Niedersachsen, wo insbesondere in der Fläche der Kitaausbau den Bedürfnissen weit hinterherhinkt. In absehbarer Zeit ist mit einem weiteren Anstieg des Platzkaufes zu rechnen. Es laufen Prüfverfahren an 25 weiteren Standorten vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Die taz hat über unsere KA berichtet: http://www.taz.de/!5270331/



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Quelle: via @Einmischen.info, February 05, 2016 at 08:00PM

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Gleiches Geld für alle? Zur Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens

Was passiert, wenn jeder Bürger vom Staat einmal monatlich ein bedingungsloses Grundeinkommen überwiesen bekommt? Die Antwort hängt entscheidend von der Höhe des Einkommens für alle ab. In Europa werden zur Zeit zwei vollkommen gegensätzliche Modelle diskutiert. Ein Überblick.

Neu ist die Idee nicht. Schon seit Jahrzehnten geistert das Projekt eines bedingungslosen Grundeinkommens immer mal wieder durch die Presselandschaft – und das nicht nur in Deutschland.

Neu ist jedoch, dass es 2016 gleich in zwei europäischen Ländern ernst werden könnte mit den staatlichen Zahlungen, für die keine Gegenleistung verlangt wird.

Die finnische Regierung hat sich für ein Pilotprojekt entschieden, das nach Medienberichten bereits 2017 starten könnte.

Auch die basisdemokratischen Schweizer werden im kommenden Sommer über die Idee des Einkommens für alle abstimmen. Der Ausgang ist nach neuesten Umfragen ungewiss.

Unklar ist in beiden Fällen, was ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle bedeuten könnte.

Ein näherer Blick auf die Diskussionen in der Schweiz und in Finnland zeigt jedoch deutlich, was für unterschiedliche Vorstellungen sich hinter diesem Begriff verbergen können.

Denn: Grundeinkommen ist nicht gleich Grundeinkommen.

Hartz IV für alle?

In Finnland zielt der Pilotversuch auf eine minimale Grundversorgung ab. Man könnte es “Hartz IV für jedermann” nennen. Ein komfortables Leben ohne Arbeit ist hier definitiv nicht möglich.

Diskutiert wird eine monatliche Zahlung von 800 Euro. Das entspricht einer Kaufkraft von 664 Euro in Deutschland, ein Betrag in einer Höhe also, der deutlich unter dem Existenzminimum von rund 1000 Euro liegen würde.

Erklärtes Ziel der rechtsliberalen Regierung ist es nicht, einen Basis-Wohlstand für alle zu etablieren. Eher geht es den finnischen Politikern darum, einen Anreiz für Hilfe-Empfänger zu schaffen, auch schlecht-bezahlte Jobs anzunehmen, deren Lohnzahlungen erst gemeinsam mit dem Grundeinkommen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Die Folge wäre, da sind sich viele Experten sicher, eine Stärkung des Niedriglohn-Sektors.

Gleichzeitig könnte der Staat die bisherige Verwaltung von Sozialleistungen massiv verschlanken und so Kosten in großem Umfang sparen.

Es gibt Experten, die argumentieren, dass mit diesem Vorgehen der Traum vom Mindesteinkommen in ein neo-liberales Instrument pervertiert werde, das mitnichten mehr Gerechtigkeit in einer Gesellschaft schafft.

Im Gegenteil: Auf Deutschland übertragen würde ein Mindesteinkommen in dieser geringen Höhe sogar eine massive Kürzung im Vergleich zu den bisherigen Sozialleistungen bedeuten.

Andererseits verschlingt die Verwaltung von Arbeitslosigkeit auch in Deutschland enorme Summen – und die Idee, dieses Geld direkt an alle Bürger auszuzahlen, statt es in umständliche Bedürftigkeitsprüfungen zu investieren, ist nicht ohne Reiz.

Sicher ist, dass mit diesem Mindesteinkommen niemand auf Arbeit verzichten könnte. Aber die Besserverdienenden der Gesellschaft würden durch den staatlichen Zuschlag noch mehr verdienen.

3.000 Euro für ein Pärchen?

Ein gänzlich anderes Modell steht in der Schweiz unter dem Schlagwort “Mindesteinkommen” zur Abstimmung.

Zwar sollen die Schweizer ausdrücklich nicht über die Höhe des Einkommens abstimmen, aber die Initiatoren, zu denen Künstler und Journalisten gehören, haben mehrfach eine Summe von circa 2.500 Franken im Monat für einen Erwachsenen ins Spiel gebracht.

Damit geht es ihnen ausdrücklich nicht um eine niedrige Sozialleistung für alle, sondern um ein Einkommen, mit dem man tatsächlich ganz gut leben könnte, ohne jemals zur Arbeit zu gehen.

Übertragen auf die Kaufkraft in Deutschland entsprechen 2.500 Franken circa 1.500 Euro. Ein Pärchen käme bereits auf 3.000 Euro für den gemeinsamen Haushalt.

Finanziert würde das Grundeinkommen, wie auch im finnischen Modell, durch den massiven Abbau der Verwaltung von Arbeitslosigkeit und Sozialleistungen, für die Deutschland alleine im Jahr 2014 über 800 Milliarden Euro ausgegeben hat.

Sicher ist: Würde das Schweizer Modell auf Deutschland übertragen, stünden sehr viele Arbeitnehmer vor der Frage, ob sie überhaupt noch arbeiten gehen wollen. Oder ob sie vielleicht weniger arbeiten wollen als heute.

Und genau das ist die Gretchenfrage in allen Debatten über ein bedingungsloses Grundeinkommen in einer die Existenz sichernden Höhe: Wie werden sich die Arbeitnehmer angesichts des unverhofften Einkommens verhalten?

Der Ausgang des Experiments ist ungewiss

Gesicherte Antworten gibt es nicht, weil das bedingungslose Grundeinkommen bisher noch niemals in einer großen Volkswirtschaft ausprobiert worden ist.

Umfragen in Deutschland und der Schweiz lassen jedoch vermuten, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer regelmäßige Arbeit als Bestandteil eines organisierten Lebens durchaus zu schätzen weiß.

Laut einer Umfrage der ETH-Zürich würden in der Schweiz nur rund ein Fünftel der Arbeitnehmer aufhören zu arbeiten, in Deutschland sollen es noch einmal weniger sein.

Der Rest würde weiterarbeiten. Allerdings würden offenbar viele Arbeitnehmer darüber nachdenken, weniger zu arbeiten – oder sich mit der finanziellen Absicherung des Grundeinkommens selbstständig zu machen.

Quelle: via @Gmx, http://bit.ly/1od9fxb



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Retweeter, February 05, 2016 at 07:57PM

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BGE: Geld für wirkliche Freiheit

Ungezügelter Neoliberalismus hat die Idee der Freiheit in Verruf gebracht. Der Kampf für ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte den Liberalismus aus der Krise führen.

In diesem Jahr wird es soweit sein: In der Schweiz wird am 5. Juni als erstem Land der Welt über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt. Das hat der Bundesrat in Bern gerade entschieden. Und in Finnland will die 2015 neu gewählte Regierung zumindest ein Pilotprojekt zum Grundeinkommen starten, auch in den Niederlanden gibt es ähnliche Ideen. Was kommt da auf uns zu?

Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass der Staat die Menschen bezahlt, weil sie am Leben sind. Ohne Zwang, ohne Bedingungen – und zwar alle. Obwohl diese Idee bisher nur in Modellversuchen getestet wurde, polarisiert sie wie wenige andere Projekte. Das ist nicht verwunderlich, denn ein existenzsicherndes Grundeinkommen käme wegen seiner Bedingungslosigkeit einer sozialpolitischen Revolution gleich. Es würde den Zwang zur Arbeit abschaffen, welcher der Logik des Arbeitsmarktes immanent ist.

Auf den ersten Blick klingt das nach einer Art Gegenentwurf zu Hartz IV, einem linken Sozialstaatsprojekt also. Doch bei genauem Hinsehen wird klar: Am Grundeinkommen scheiden sich die Geister über politische Grenzen hinweg. Die Gewerkschaften sind dagegen, der Milliardär Götz Werner ist der in Deutschland bekannteste Verfechter dieser Idee, die Arbeitgeberverbände halten es für “nicht finanzierbar und leistungsfeindlich”, das globalisierungskritische Netzwerk Attac oder die katholischen Arbeitnehmerbewegung wiederum sind dafür.

Das Grundeinkommen lässt sich also nicht ohne Weiteres einer Ideologie zuordnen. Und doch könnte es der Rettungsanker einer im Untergang begriffenen politischen Weltanschauung sein, die vermutlich wie keine andere die Moderne geprägt hat: der Liberalismus. Denn ein bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen könnte vor allem eines leisten: Es könnte die Freiheit der Menschen entscheidend vergrößern.

Freiheit durch staatliche Eingriffe

Mit der Idee individueller Freiheitsrechte eroberte der Liberalismus einst die westliche Welt und trug dazu bei, absolutistische Herrscher vom Hof zu jagen. Als Vater des Liberalismus gilt der englische Philosoph John Locke, für den der Mensch “mit einem Rechtsanspruch auf vollkommene Freiheit und in Gleichheit mit jedem anderen Menschen” geboren ist. Neben der Gleichheit vor dem Gesetz gehörte dazu vor allem die formale Freiheit, also der Schutz vor Zwang und Übergriffen. Zudem waren auch das Eigentumsrecht und die Religionsfreiheit integraler Bestandteil dieser frühen liberalen Konzepte.

Doch die bahnbrechende Idee der Freiheit wurde immer stärker als ökonomische Freiheit interpretiert. Damit rückten ursprünglich ebenso liberale Forderungen wie die nach Chancengerechtigkeit in den Hintergrund. Innerhalb der vielfältigen liberalen Bewegung führte das durchaus zu Kontroversen – und zu einer Spaltung. Während der Industrialisierung wurde die soziale Frage immer drängender, der Sozialliberalismus entstand. Dessen Anhänger kamen zu der Einsicht, dass sich Freiheit und (Chancen)-Gleichheit nicht alleine durch formale Rechte oder qua Geburt ergeben, sondern erst durch staatliche Eingriffe.

Zwar gerieten radikale wirtschaftsliberale Positionen zwischenzeitlich durch Entwicklungen wie die Weltwirtschaftskrise 1929 in den Hintergrund – doch nur, um einige Jahrzehnte später in Form des Neoliberalismus umso härter zurückzuschlagen. Die einseitige Transformation des Liberalismus scheint inzwischen abgeschlossen. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Neoliberalismus abgekommen von seiner eigentlichen Prämisse – der Markt brauche Regeln, um den Wettbewerb zu schützen –, und hat sich selbst ad absurdum geführt, seit er für den in den 1980er Jahren begonnenen Deregulierungswahn steht. Dieser wiederum führte zur Entfesselung der (Finanz)-Märkte zulasten der Demokratie und machte aus liberaler Freiheit eine “Anarchie zugunsten der Besitzenden und Mächtigen”, eine Freiheit für diejenigen, die es sich leisten können.

Der Liberalismus und mit ihm die Idee der Freiheit sind also in Verruf geraten. Doch im Herzen dieser einst revolutionären Weltanschauung finden sich durchaus moralische Erwägungen, die konträr zur realgeschichtlichen, neoliberalen Karikatur dieser Tradition stehen. Man muss die Idee der Freiheit nur ernst nehmen. Und dazu könnte das bedingungslose Grundeinkommen der Schlüssel sein. Oder, wie es der belgische Philosoph Philippe Van Parijs formuliert: “Egal, ob man das Grundeinkommen begrüßt oder verteufelt, wer auch immer nach einer radikalen und innovativen Alternative zum Neoliberalismus strebt, muss sich mit diesem Konzept auseinandersetzen.”

Warum “reale Freiheit” mehr ist als die Garantie formaler Rechte

Van Parijs ist es auch, der den Begriff real Freedom (“reale Freiheit”) prägte und damit die Tür öffnete für die liberale Rechtfertigung des Grundeinkommens – wohlgemerkt eines bedingungslosen und existenzsichernden Einkommens, denn nur dann ist es eine emanzipatorische Maßnahme und kein neoliberales Mittel für den weiteren Umbau des Sozialstaates von welfare zu workfare.

Was ist mit dieser realen Freiheit gemeint? Van Parijs ist Liberaler und als solcher Anhänger der Idee individueller Freiheitsrechte. Doch die klassischen formalen Rechte genügen ihm nicht, um von echter Freiheit zu sprechen. Denn was nutzt die Meinungsfreiheit, wenn man sich keine Bildung leisten kann? Und was bringt die Reisefreiheit, wenn Menschen kein Geld haben? Zugespitzt: Wem nutzt Freiheit, wenn man verhungert?

Die Verwirklichung der Freiheitsrechte hängt also vom ökonomischen und sozialen Status ab – besonders in der kapitalistischen Welt, wo die Freiheit des Einzelnen nicht erst da endet, wo die eines anderen beginnt, sondern schon dort, wo die Kaufkraft des eigenen Geldbeutels aufhört. Das bedingungslose Grundeinkommen hingegen meint keine abstrakte, sondern eine tatsächliche, reale Freiheit. Klar dürfte sein, dass hier keine absolute Verwirklichung aller Wünsche gemeint sein kann, sondern lediglich eine maximal mögliche Vergrößerung der Freiheit.

Mehr Chancengleichheit, größere Leistungsgerechtigkeit

Das wird aber nicht allein durch ein existenzsicherndes Einkommen, etwa im Sinne der deutschen Sozialsysteme, erreicht, sondern vor allem dadurch, dass diese materielle Basis bedingungslos allen Menschen gewährt wird. Erst die Bedingungslosigkeit macht das Grundeinkommen zu einem entscheidenden Trumpf des modernen Liberalismus. Denn erst ein bedingungsloses Grundeinkommen befreit die Menschen “von der Drohung des Hungertods” (Erich Fromm) und damit vom Arbeitszwang sowie von der Stigmatisierung als Bedürftige.

Diese Befreiung kann innovative Kräfte entfalten. Ein Mehr an Autonomie würde wegen des emanzipatorischen Charakters einen neuen Umgang mit ethisch oder ökologisch zweifelhafter Arbeit ermöglichen und die Emanzipation bisher benachteiligter Gruppen. Auch könnte die Frage neu beantwortet werden, ob und wie man zwischen Erwerbs- und Erziehungsarbeit, Ehrenamt, künstlerischer Betätigung oder Pflegetätigkeiten hin- und herwechseln kann.

Zudem hätte ein bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen noch weitere positive Effekte im liberalen Sinn, etwa die Vergrößerung der Chancengleichheit. So könnte sogar die diffuse liberale Vorstellung der Leistungsgerechtigkeit gestärkt werden, da sich Anstrengung eher im Verdienst niederschlagen könnte und weniger von ungleichen Startchancen abhinge. Erst durch ein garantiertes Grundeinkommen können Menschen wirklich frei entscheiden, was sie tun wollen.

Eine Horde Sozialschmarotzer?

Würden sie sich für die Faulheit entscheiden, wie Kritiker des Grundeinkommens behaupten? Diese Frage bleibt bis zur Einführung offen – und ist bis dahin vom jeweiligen Menschenbild abhängig. Vieles spricht aber gegen das kaltherzige Bild des Homo oeconomicus, eines allein seine eigenen Interessen maximierenden Individuums. Denn neben dem Monetären gibt es viele weitere Gründe zu arbeiten, etwa soziale Integration, Selbstverwirklichung, Stolz oder Anerkennung. Und 1.000 Euro monatlich würde den meisten wohl nicht reichen.

Die Furcht vor einer Horde Sozialschmarotzer, die die Gemeinschaft ausbeuten, ist jedenfalls unbegründet. Und die wenigen, die mit einem Grundeinkommen wirklich nicht arbeiten wollten, sollten trotzdem essen – bedingungslos. Das ist zutiefst humanistisch und damit in gewissem Sinne auch liberal, weil es den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Auch über die Finanzierung des Grundeinkommens wird heftig gestritten. Doch aufgrund des hohen Produktionsniveaus und unter dem Eindruck etlicher seriöser Studien scheint dies eher eine Frage des politischen, denn des ökonomischen Willens. Die Studien gehen davon aus, dass das Grundeinkommen bei entsprechender Besteuerung bezahlbar wäre.

Letztlich geht es darum, was liberal ist. Und was man somit wirklich unter der epochalen Idee der Freiheit versteht.

Quelle: via @zeit.de, http://bit.ly/1minwXN



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Retweeter, February 05, 2016 at 07:49PM

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Obdachlosigkeit in Deutschland

Stadt- und Migrationsforschung konkret

Ein Gastbeitrag von Sandra Schindlauer (Bauhaus-Universität Weimar) 

Eine Frage der Perspektive

„Aber in Deutschland muss doch niemand obdachlos sein.“ Diese Aussage höre ich oft, wenn ich davon berichte, dass ich mich mit dem Thema „Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum deutscher Großstädte“ auseinandersetze.

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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, February 05, 2016 at 05:58PM

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Urteil: Stromsperre trotz Stromschulden bei Hartz IV Empfänger aufgehoben

Ein Energieversorger darf einem Hartz IV Leistungsempfänger trotz Stromschulden nicht einfach den Strom abstellen. So hat das Amtsgericht Kassel eine Stromsperre in einem Urteil vom 21. Januar 2016 aufgehoben.  Ein 36-jähriger Hartz IV Empfänger aus Kassel hatte insgesamt 84 Euro Schulden bei seinem Energieversorger, der ihm deshalb drei Mal den Strom kappte. Als auch am 23. November kein Strom floss, reichte […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, February 05, 2016 at 11:42AM

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Donnerstag, 4. Februar 2016

Amtsgericht: Grundrecht auf Strom stattgegeben!

Das Amtsgericht Kassel sieht Grundrecht durch Stromsperre verletzt!

04.02.2016

Einen Antrag auf einstweilige Verfügung gewann der 36Jährige Darius S. vor dem Amtsgericht Kassel. Der Antragsteller selbst lebt seit einiger Zeit von Hartz IV Leistungen. Der Stromlieferant hatte gleich 3 x den Strom aufgrund einer nicht beglichenen Rechnungen abgestellt. Dennoch konnte der Kläger das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, das im Grundgesetz festgeschrieben ist, geltend machen.

In der Vergangenheit hatte der Energieversorger dem Mann gleich drei mal den Strom abgestellt, weil dieser nicht pünktlich seine Strom-Schulden bezahlte. Doch aufgrund der sehr kalten Jahreszeit und der vorherrschenden Minusgrade konnte eine einstweilige Verfügung vor dem Amtsgericht erwirkt werden. Denn der Kläger sieht durch das Abstellen des Stroms das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, das im Grundgesetz festgeschrieben ist, verletzt. Der Staat müsse für alle Bürger die Stromkosten übernehmen, wenn arme Menschen hierzu nicht in der Lage seien. Das sollte auch dann gelten, wenn das Geld verprasst wurde, so die Auffassung des Antragstellers. 

Zum Hintergrund
Nachdem der Versorger den Strom abgestellt hatte, reichte der Betroffene einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Stromversorger beim Amtsgericht ein. Der Energieversorger sollte dazu verpflichtet werden, den Strom wieder anzustellen. Das Amtsgericht gab dem Mann Recht. Denn die offene Rechnung betrug gerade einmal eine Gesamtforderung von 84 Euro. 

Das Gericht sieht den Antrag auch aufgrund des Grundversorgungsvertrag als gerechtfertigt an, da eine Gesamtschuld von 100 Euro noch nicht erreicht war. Denn erst dann dürfe der Stromlieferant den Strom abstellen. Daher müssen die Stadtwerke seit dem 21.01.2016 den Strom wieder ausliefern. 

Die Stadtwerke wollten jedoch geltend machen, dass die 100-Euro-Grenze bereits überschritten sei, da der Kläger auch Gas-Schulden habe. Werden Strom- und Gas-Schulden addiert, käme ein Gesamtforderungsbetrag von über 100 Euro heraus. Dieses Argument ließ das Gericht jedoch nicht zu. Strom und Gas seien jeweils separat zu bewerten.

Quelle:

http://www.gegen-hartz.de/mobile/mobil/nachrichtenueberhartziv/amtsgericht-grundrecht-auf-strom-stattgegeben.php

Veröffentlicht mit Word Press für Android von Schulze Norbert


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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Norbertschulze, February 04, 2016 at 10:09PM

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DIE LINKE. Inge Hannemann: Kabinett beschließt durch die Hintertür ein zweites Sanktionsregime

Kabinett beschließt durch die Hintertür ein zweites SanktionsregimeGroße Ernüchterung und Enttäuschung zeigt die Bürgerschaftsabgeordnete Inge Hannemann über den heutigen Kabinettbeschluss zum Gesetzesentwurf „Rechtsvereinfachungen im SGB II“. „Dieser Beschluss zeigt, dass die Menschen im Arbeitslosengeld-II-Bezug weiter stigmatisiert, entrechtet und ausgegrenzt werden. Dass nun sogar gültige Bundessozialgerichtsurteile ausgehebelt werden, hat nichts mehr mit Demokratie zu tun“, so Hannemann. Weiterhin ist die derzeitige Sanktionspraxis in den Jobcentern kein Diskussionsthema gewesen, so dass den Menschen weiterhin jegliche Existenz komplett entzogen werden kann. Zur Diskussion stand der letzte Entwurf vom Dezember 2015, der in allen Punkten umgesetzt wird.Hannemann kritisiert, dass die kommende Bruttowarmmiete die Betroffenen in sanierungsbedürftige Wohnungen drängt und bis dato die tatsächlichen Wohnkosten nicht übernommen werden. Eine weitere parallel laufende Sanktionsverschärfung in der sogenannte „Ersatzansprüche“ bei sozialwidrigem Verhalten durchgeführt werden, wird weitere zahlreiche Widersprüche und Klagen nach sich ziehen. Zwar haben die einzelnen Bundesländer, außer Bayern, für eine Sanktionsentschärfung bei den jungen Menschen unter 25 Jahren plädiert, jedoch als Hintertür die „Ersatzansprüche“ integriert. Eine Mogelpackung „par exellence“. Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist auch heute hier eingeknickt. Hannemann fordert eine tatsächliche Vereinfachung der derzeitigen Gesetzeslage, um den abstrusen Verwaltungsaufwand zu minimieren. „Eine weitere Kontrolle der Erwerbslosen durch die MitarbeiterInnen in den Jobcentern, baut eine weitere Überwachungsbehörde auf. Das führt weder zur bürokratischen Vereinfachung bei den Mitarbeitern, noch zu mehr Motivation bei den Arbeitslosengeld-II-Leistungsberechtigten. Wenn eine wirkliche Erleichterung gewollt ist, muss die Regierung zunächst die schikanöse Sanktionspraxis abschaffen. Es reicht nicht, die paar wenige Verbesserungen hervorzuheben, wenn schlussendlich keine wirkliche Unterstützung für Erwerbslose stattfindet. Erneut scheint die Bürokratiewillkür die Oberhand zu haben und die Menschen bleiben Beiwerk. Hannemann fordert ein menschenwürdiges repressionsfreies Existenzminimum sowie den Ausbau von regulären Arbeitsplätzen und des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors. Schlussendlich gehört Hartz IV abgeschafft. Abzuwarten bleibt, ob es für die Mitarbeiter in den Jobcentern zu einer Erleichterung kommt, wenn in zusätzlichen neu erschaffenen Verschärfungen mit weiteren Widersprüchen und Klagen zu rechnen ist.

Quelle: DIE LINKE. Inge Hannemann: Kabinett beschließt durch die Hintertür ein zweites Sanktionsregime


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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Norbertschulze, February 04, 2016 at 07:40PM

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Hartz IV: Jobcenter sollen aktiver werden

hartz-4-vereinfachung

Hartz IV soll vereinfacht werden.

Die Vermittlung von Hartz IV Beziehern in Jobs klappt bis heute nicht so, wie sich die Verantwortlichen dies wünschen. Das Bundesarbeitsministerium will die Jobcenter daher von unnötiger Bürokratie befreien, damit sie mehr Zeit für die Vermittlung der Arbeitslosen haben.

Die Arbeitsministerin hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, dass vom Bundeskabinett gebilligt wurde.

Hartz IV Bescheid nur alle 12 Monate

Eine wesentliche Neuerung ist es, dass ein Hartz IV Bescheid nicht alle 6 Monate wiederholt erlassen werden muss. Eine Überprüfung der finanziellen Verhältnisse und ein neuer Hartz IV Antrag müssen nun nur noch jährlich erfolgen.

Sanktionen bleiben

Auf der anderen Seite werden aber auch die Sanktionen gegen solche Hartz IV Bezieher nicht entschärft, die nicht an der Verbesserung ihrer Situation mitarbeiten.

Eine Million Langzeitarbeitslose

Seit Jahren gibt es in Deutschland unverändert knapp eine Million Langzeitarbeitslose. Zusätzliche drohen den Jobcentern ab Mitte des Jahres neue Belastungen, wenn immer mehr Flüchtlinge eine Arbeit suchen. Mit etwa 350.000 Anträgen aus den Reihen der Flüchtlinge rechnet die Bundesregierung. Auch aus diesem Grund will das Bundesarbeitsministerium die Abläufe in den Jobcentern beschleunigen. Neben dem oben geschilderten Umstand, dass Hartz IV Leistungen nicht mehr nur für sechs, sondern für zwölf Monate bewilligt werden, gibt es künftig auch Vereinfachungen bei den Berechnungen der Zuschüsse für Miete und Heizung.

Der vorgelegte Gesetzentwurf ist ein Minimalkompromiss zwischen Bund und Ländern. Bereits seit 2013 hatte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eine Liste von mehr als drei Dutzend Vorschlägen zur Hartz IV Vereinfachung erarbeitet. Über die meisten Punkte gab es jedoch Streit. So blieb nur ein kleiner Teil übrig.

Weggefallen ist auch eine geplante Regelung, die den Sanktionskatalog für junge und ältere Hartz-IV-Bezieher vereinheitlichen sollte. Gegenwärtig droht Jugendlichen bis 25 Jahre eine härtere Sanktion, wenn sie einen Termin beim Jobcenter versäumen als Älteren. Das hatte das Bundesarbeitsministerium ändern wollen, war aber am Widerstand der CSU gescheitert.

Nach bisheriger Planung soll das Gesetz noch vor der Sommerpause in Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Es könnte dann zum 1. August in Kraft treten.

Der Beitrag Hartz IV: Jobcenter sollen aktiver werden erschien zuerst auf News.



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Quelle: via @Sozialhilfe24.de, February 04, 2016 at 05:41PM

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„Die kriegt wohl nicht genügend Sex!“

Bianca Xenia Mayer – Kommunikationswisschenschafterin, Redakteurin bei bento und Bloggerin bei groschenphilosophin.at – hat schon oft am eigenen Leib die Erfahrung gemacht, mit welcher Wut Autorinnen im Internet konfrontiert sein können. Viele schreibende Frauen müssen sich zudem mit derben Vorwürfen darüber herumschlagen, sie würden sich bloß um sich selber drehen: Insbesondere wenn sie es wagen, Kommentare zu veröffentlichen oder über ihre Person zu schreiben. Bianca Xenia Mayer hat nun eine Forschungsarbeit zum Thema veröffentlicht. Darin geht sie der Geringschätzung gegenüber Autorinnen nach und untersucht, ob es sich dabei um ein sexistisches Phänomen handelt. Ich wollte mehr dazu erfahren und habe sie zum Interview getroffen.

„Niemand interessiert sich für deine Befindlichkeits-Scheiße!“: Ein glorreiches Kommentar-Beispiel aus deinem Arbeitsalltag. Sowas kennen die meisten Autorinnen im Internet. Die darin enthaltene und allzu häufige Anschuldigung gegenüber Journalistinnen ist, dass sie bloß „quasseln“ würden. Wie kommt es zu diesem Vorwurf?

Schreiben war im politischen Kontext lange Zeit Männern vorbehalten, während Frauen eine gewisse kommunikative und ästhetische Kompetenz zugestanden wurde. Otto Groth war der Meinung, dass Frauen die Arbeit im Feuilleton leichter fällt, da diese Tätigkeit „bei ihrem Subjektivismus und ihrer Fähigkeit zu plaudern“ naheliegt. Damit waren sie dann quasi für die nicht allzu tiefgründige Schriftstellerei qualifiziert. Wir kennen die stereotypen Geschlechtszuschreibungen auch noch heute: „Frauen können gut zuhören und kommunizieren, das ist eben typisch weiblich.“ Historisch betrachtet waren Frauen in der Journalismus- und Literaturgeschichte lediglich „die Anderen“. Frauen arbeiteten als Lektorinnen und Zuarbeiterinnen ihrer Männer und Brüder. Für die nüchterne Darstellung der Fakten blieb der Mann zuständig.

Kann es denn überhaupt „objektiven“ Journalismus geben?

Aus konstruktivistischer Perspektive nicht. Die Vertreter*innen lehnen positivistische Konzepte von Wahrnehmung entschieden ab, sie halten die objektive Erkenntnis für prinzipiell unerreichbar. Die Trennung von Information und Meinung etablierte sich im deutschsprachigen Journalismus erst nach 1945 und gilt seither als scheinbar unumstößliche Norm. Das ist seriöser Journalismus und nur das. Dabei wird gerne vergessen, dass sich der redaktionelle Journalismus erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts nach dem schriftstellerischen entwickelte. Man muss aber keine Angst haben, dass der anerkannte „Objektivitätsjournalismus“ durch den neuen, personalisierten ersetzt wird. Unterschiedliche Darstellungsformen können nebeneinander bestehen, ohne sich auszuschließen. Auch ist die eine nicht besser als die andere, sie bedienen lediglich unterschiedliche Funktionen und Zielgruppen.

Ist der Vorwurf der „Plauderei“ nicht viel eher genrespezifisch?

Auch. Das Feuilleton versucht ja, in bewusst persönlicher Manier die Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten des Lebens zu thematisieren und ihnen dabei eine bewegende Seite abzugewinnen. Das kann man als typische Kritik am Genre an sich werten, ja. Generell scheint es sich um ein Grundproblem der Deutschen und Österreicher zu handeln, dass jemand, der ein ernsthaftes Thema feuilletonistisch behandeln möchte, gerne als flatterhaft und leichtgewichtig gilt. Da wundert es kaum, dass sich die Kommunikationswissenschaft bisher wenig damit beschäftigt hat.

Du hast viele Journalistinnen zu ihren Erfahrungen interviewt. Mit welchen Ansichten sind die Frauen bezüglich ihrer Arbeit konfrontiert?

Das Übliche ist: Zu weich, zu personalisiert, warum „muss man da jetzt drüber schreiben?“. Gerade wenn Sex ein Thema ist, fallen die Reaktionen heftig aus. Darüber hinaus hat mir Elfriede Hammerl zum Beispiel erzählt, dass ihre Texte von manchen Leser*innen fälschlicherweise als „Frauenecke“ im Profil wahrgenommen werden. Dabei ist sie eine der wenigen von mir Interviewten, die das Persönliche größtenteils ausspart und eigentlich gar nicht von sich selbst erzählen möchte. Außer einer Befragten, waren alle Journalistinnen schon mit Hate-Speech, also mit Hass-Kommentaren, konfrontiert. Das ging sogar bis zu Mord- und Vergewaltigungsdrohungen. Davon sind besonders Frauen betroffen, die sich öffentlich klar als Feministinnen positionieren und auch ebendiese Themen behandeln.

Warum erleben gerade Feministinnen diesen Gegenwind?

Das ist die typische Strategie von Sexist*innen, weibliche Emanzipation zu verhindern. In der Psychologie nennt man das „Shooting the Messenger“ – mache jene Personen mundtot, die für Gerechtigkeit eintreten, indem du sie frontal attackierst, anstatt sachlich zu argumentieren. Eine sachliche Argumentation würde den Feministinnen andernfalls den notwendigen Raum geben, ihre Überzeugungen zu beweisen und könnte somit auch andere ins Boot holen – Sachlichkeit wäre also problematisch, da sie der Emanzipation Aufwind geben würde. Die Standpunkte von Widerständigen hingegen zu schwächen, ist der logische Mechanismus eines jeden repressiven Regimes, um den eigenen Machtanspruch durchzusetzen. Das funktioniert über verschiedene Methoden, indem man beispielsweise ihre Positionen ins Lächerliche zieht, sie ignoriert und stattdessen eine Paralleldiskussion aufmacht, sie beleidigt oder eben Taktiken der Abwertung anwendet, die ihre Meinungen als „Quasselei“ herabsetzen. So gesehen ist der Umstand, dass feministische Journalistinnen mehr Hate-Speech erleben, ein Beweis dafür wie dringend es sie braucht.

Was kriegen Frauen im Journalismus zu hören, das Männern erspart bleibt?

Margarete Stokowski hat die Zuschreibungen von Lesern (und seltener Leserinnen) sehr schön zusammengefasst: „Warum macht sie das, irgendwie muss das pathologisch sein!“, „Sie schreibt über sich selber, okay, sie kriegt nicht genug Liebe!“, „Die kriegt wohl nicht genügend Sex!“, „Sie bekommt nicht genug Aufmerksamkeit“ usw. Während Männer für ihre Offenheit und Schlagfertigkeit gefeiert werden, steht dieselbe Sorte Text bei Frauen unter pubertärem Selbstfindungsverdacht. Zudem muss die Arbeit von Männern nicht mit dem Zusatz „männlich“ versehen werden, ganz einfach, weil ihre Ansichten als universelle Norm gelten.

Der berühmte „weibliche Journalismus“?

Genau. Aber eigentlich gibt es ihn gar nicht, diesen „weiblichen Journalismus“. Dafür nehmen sowohl Männer als auch Frauen die journalistischen Tätigkeiten wie recherchieren, schreiben und redigieren zu wichtig. Aber es gibt für Frauen vorgesehene Texte. Gewisse Attribute, mit denen man „weibliche Literatur“ oder „weibliche Texte“ verbindet, sind noch vorhanden. Wenn es den „weiblichen Journalismus“ gibt, dann vor allem deshalb, weil Frauen für eine andere Art von Texten angefragt werden als Männer. Bestes Beispiel ist der Internationale Frauentag am 8. März.

Du selbst betreibst ihn ja auch: First-Person-Journalism. Warum brauchen wir ihn?

„Personal writing“ hat eine spezifische journalistische Funktion. Er macht Journalismus menschlich und zeigt den Leser*innen was eine Person fühlt, was wichtig für das alltägliche Leben sein kann. Dieses Leben besteht nun einmal nicht ausschließlich aus dem, was im Wirtschaftsressort statistisch dargelegt wird. Auch ist die Annahme falsch, dass die Unterhaltung der Information konträr gegenüberstehe. Die Wissenschafterin Rosalind Coward sagt, dass Geschichten des alltäglichen Lebens – über menschliche Verhaltensweisen, Gefühle, Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen – die Seele jeder guten Zeitung repräsentieren sollten. Sie sieht die persönlicheren Stimmen im journalistischen Umfeld als Indiz einer generellen, gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Das würde ich so unterschreiben. Das narrative Ich kann ausgewählt werden, um bestimmte Themen anders aufzubereiten und „dem“ Journalismus eine lebensnahe Komponente zu verliehen. Das bedeutet im Gegenzug nicht, dass es keinen Bedarf an gut recherchierten Reportagen und investigativen Stories gibt. Sondern, dass neben der Makro-Sicht auch jene Geschichten wichtig sind, die Einzelne erleben. Oft repräsentieren diese nämlich ganz schön viele Menschen, die anders gar nicht zu Wort kommen würden. Aus einer emanzipatorischen Perspektive ist das vor allem für Frauen & Mädchen, Migrant*innen und andere politische Minderheiten von großer Bedeutung.

von Elisa Ludwig

bento ist ein Online-Format des deutschen Nachrichtenmagazins SPIEGEL


Titelbild: Bianca Xenia Mayer


Die Forschungsarbeit von Bianca Xenia Mayer lautet „Das weibliche Ich im deutschsprachigen Feuilleton. Zum Spannungsverhältnis zwischen journalistischer Professionalität und Geschlechtszuschreibung“ und ist an der Universität Wien erhältlich.



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Politicas.at, February 01, 2016 at 03:39PM

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Stoppt den Waffenhandel!

SILLY – Vaterland

Vaterland Songtext

Mein Vaterland ist fit und fleißig und macht was her
Und seine Wertarbeit ist bis heut’ legendär

Wie lieb ich so ’n Land
mit Herz oder Verstand
Blind oder mit Blick über den Rand

Mein Vaterland macht mit Maschinen viel gutes Geld
Maschinen für das Töten für fast jeden Krieg der Welt

Wie lieb ich so ’n Land
mit Herz oder Verstand
Blind oder mit Blick über den Rand

Der Tod besteht auf Qualität die verkauft sich gut
Das Geld verwandelt sich am Horizont in fremdes Blut

Wie lieb ich so ’n Land
mit Herz oder Verstand
Blind oder mit Blick über den Rand

Wir bringen für Geld
den Tod über die Welt
Wie lieb ich so ’n Land
mit Herz oder Verstand
Blind oder mit Blick über den Rand

wichtiges zum thema
Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel

http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Suche.30.0.html?&no_cache=1

http://www.aufschrei-waffenhandel.de

video sillychannel

 

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Petition gegen Rüstungsexporte – Change.org

aktuelle Aktionen

„Keine Waffen in Kinderhände – Waffenexporte stoppen …


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Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Mantovan, February 04, 2016 at 06:02AM

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Flüchtlingskrise - Stellungnahme


Meine Stellungnahme zum Flüchtlingsthema:

Im Dezember hatten wir eine Familie aus dem Irak mit 4 Kindern bei uns zu Gast.

Vorher hatten wir unserem Freund N., der im Lageso ehrenamtlich Übersetzungstätigkeiten ausübt, gesagt: "Wenn da jemand obdachlos ist, vorrangig eine Frau, kann sie vorübergehend bei uns übernachten. Wenn wir zusammenrücken, haben wir noch ein Hochbett frei …"

N. fand das gut. Nach einigen Tagen rief er an und stellte uns eine Frau, "jetzt schon neun Tage obdachlos", in Aussicht. Wir stimmten gerne zu.

Nach einer halben Stunde kam der Anruf, sie habe auch ein Kind.
Das änderte die Lage natürlich gewaltig – aber wir ließen uns auch darauf ein.


Nach einer weiteren halben Stunde kam die Nachricht: "Sie hat NOCH ein Kind …"
Schluck …
Die Wohnung ist klein. Aber es ist Krieg. Was soll man da sagen.
Absagen? Die "Grenzen dicht" machen? – wo mit jedem Kind die Sache nur DRINGLICHER wird?

Schlussendlich waren Mutter, Vater und vier Kinder bei uns zu Gast. Wir haben die Wohnung, das Essen, die Probleme, und – ja – teils auch die Läuse miteinander geteilt. Improvisation und Phantasie waren gefragt. Und etwas guter Wille. Aber WIRKLICHE Probleme hat es NICHT gegeben.

Auch die Läuse waren im unseren geregelten Verhältnissen kein Problem: Ein bisschen Öl aus der Apotheke – das war es dann auch schon.
Auf Flucht ist das anders. Die Kinder hatten teils schreckliche Bisswunden auf dem Kopf und ihnen waren die Haare abrasiert.

Die Stimmung war sehr gut. Die Familie war sehr leise und in allem sehr bedacht. Wir konnten zwar kaum ein Wort miteinander sprechen, aber uns mit Gesten gerade so verstehen. Und wenn N. bei wichtigen Fragen nicht zur Verfügung stand, bin ich mit dem Vater in die nahe gelegene Badstraße marschiert, habe einen arabisch aussehenden Menschen dort auf der Straße um Hilfe gefragt, und der hat uns dann alles übersetzt. – Wir wohnen im Wedding … da war das glücklicherweise kein Problem.

Waren wir jetzt "Gutmenschen"?
Na ja! Wenn wir … dann aber die Iraker auch!
Die Herzlichkeit war nicht zu überbieten.

Die Bedrohungen, die sie letztendlich zur Flucht bewegten, die waren das allerdings auch nicht.

-----

Es wird viel von der Flutung Deutschlands mit Ausländern gesprochen – und diese FLUTUNG zum Problem erklärt.

Es ist aber kein DEUTSCHES - sondern ein WELT-Problem, ein Problem der GANZEN MENSCHHEIT, welches uns hier trifft. - ÜBERALL sind Menschen auf der Flucht.
Vor Was? Vor Wem? Und wer hat den Wind gesät, dessen Sturm wir jetzt ernten? [1]

Vor 49 Jahren ist Benno Ohnesorge erschossen – und damit die Radikalisierung der protestierenden Studenten bis hin zum Terrorismus der 70er und frühen 80er Jahre bei uns eingeleitet worden. Und auf der anderen Seite der "Gang durch die Institutionen", den ein anderer Teil der Studenten unternahm

Beide Bewegungen sind gescheitert. Die eine durch das Unrecht, dass sie selber zeugte, die andere durch ihre Anpassung an die Verhältnisse, die sie einst zu kritisieren unternahm. Gestartet sind sie aber beide durch ein erstes, bis heute unerledigtes (!) Aufbegehren des Gewissens gegen den unmoralischen Einfluss des Westens in die Geschicke der muslimischen Welt.

Jetzt, nach 49 Jahren des nicht Hinsehen Wollens auf die dunkle Seite unserer Macht- und Wirtschaftspolitik sind Taliban, Al-Quaida und der IS entstanden und die Flüchtlinge bei uns. Wie sollen wir da in NATIONALEN Kategorien denken???

Das Problem des Kulturen stellt sich natürlich scharf. Aber es ist Krieg. Und trotz der bei uns auftretenden riesigen Probleme schätze ich es sehr, dass unsere Grenzen NICHT geschlossen worden sind und Frau Merkel einen Rest von Humanität in dieser Lage aufrecht erhalten hat …

Aber ich bedaure, dass Politik und Presse nicht ebenso mutig über die WAHREN Ursachen der weltweiten Kriege und Krisen sprechen.      

Entweder wir erfassen die WELTWEITE Dimension des Problems und gehen seine (durchaus auch bei uns hausgemachten) WAHREN Ursachen an – oder wir verfallen in düsteren Nationalismus, wenden uns gegen die Fliehenden und verspielen noch einmal unseren guten Ruf und völlig unsere Ehre …

29.01.2016,
Ralph Boes

 


Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Die Wuerde des Menschen, February 03, 2016 at 11:22PM

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Mittwoch, 3. Februar 2016

Hartz IV: Fahrtkosten zum Kindergarten muss Jobcenter nicht übernehmen

Eltern im Hartz IV Bezug, deren Kinder in einen weiter entfernten Kindergarten gehen, müssen die zusätzlichen Fahrtkosten aus dem Hartz IV Regelsatz bestreiten.  Geklagt hatte eine allenerziehende Mutter, die für ihre dreijährige Tochter von der Stadt Mainz einen Kita Platz nicht in ihrem Stadtteil Hartenberg-Münchfeld sondern in ein paar Kilometer weiter entfernten Bretzenberg erhalten hatte. Da die Frau im Hartz IV […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, February 03, 2016 at 09:32AM

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Bedingungsloses Grundeinkommen: Geld für wirkliche Freiheit

Ungezügelter Neoliberalismus hat die Idee der Freiheit in Verruf gebracht. Der Kampf für ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte den Liberalismus aus der Krise führen. Geld für wirkliche Freiheit Ein Gastbeitrag von Timo Reuter 2. Februar 2016, 440 Kommentare   Auszug: «Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass der Staat die Menschen bezahlt, weil sie am Leben sind. Ohne Zwang,…

Der Beitrag Bedingungsloses Grundeinkommen: Geld für wirkliche Freiheit erschien zuerst auf grundeinkommen.



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Grundeinkommen.ch, February 03, 2016 at 12:24AM

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